„Wie funktioniert das hier eigentlich?“

„Könnte ich darüber nicht auch mit meinen Freunden sprechen?“

„Ich weiß nicht, ob mir Zuhören allein hilft.“

Solche Sätze höre ich von Menschen, die mir gegenübersitzen, manchmal mitten in ihrer laufenden Therapie. Und ich freue mich jedes Mal darüber. Wer so fragt, will nicht einfach behandelt werden, sondern verstehen, wie Psychotherapie überhaupt funktioniert und ob sie gerade das Richtige ist.

Die ehrliche Antwort: Was in einer Einheit sichtbar passiert, ist ein Gespräch. Was es zu Therapie macht, ist das, was dabei in mir mitarbeitet: ein über Jahre trainiertes Feingespür für das, was unter dem Gesagten liegt, und das Wissen, wie Gefühle arbeiten und wohin sie wollen. Damit kommt das Gespräch an Stellen, an die es von selbst nicht käme.

Und genau dort liegt der Unterschied: Ein gutes Gespräch entlastet. Diese Stellen verändern. Wo ein Gefühl ganz erlebt und verstanden wird, kann es sich wandeln, und mit ihm die Art, wie Sie durch Ihren Alltag gehen. Wie das geht, zeige ich Ihnen auf dieser Seite.

Das Fundament

Die Basis für die gesamte Therapie ist unsere therapeutische Beziehung. Sie entscheidet darüber, ob Sie sich wohlfühlen, mir vertrauen und sich sicher fühlen können. Was dabei trivial nach Freundlichkeit klingt, ist ebenfalls gelerntes Handwerk: Gesten, Körpersprache, Tonfall, Pausen, Authentizität, Nähe und Distanz, das Wahren Ihrer Grenzen, das richtige Tempo. Die Liste ist lang und besteht aus unzähligen Mikrointeraktionen in jeder einzelnen Einheit.

Warum so viel Aufwand für eine Beziehung? Weil sich ihre Wirkung in den Einheiten selbst zeigt. In einer Atmosphäre, in der so wenig Druck wie möglich herrscht und alles da sein darf, können Menschen ausdrücken, was gerade in ihnen vorgeht: in Worten, im Körper, im Gefühl. Dieser freie Ausdruck ist oft selbst für sehr reflektierte Menschen eine neue Erfahrung, in der sich Dinge zeigen, die vorher nicht zu sehen waren.

Hier liegt auch ein weiterer Teil der Antwort, warum ein Gespräch selbst unter den besten Freunden etwas anderes ist: In fast jeder anderen Beziehung gibt es ungeschriebene Regeln, wie man zu sein hat. Hier gelten sie nicht. Die therapeutische Beziehung ist die eine, die Sie nicht pflegen müssen: Sie ist nur für Sie da, und Sie können hier so frei wie möglich über alles reden. Genau in solchen Umgebungen entwickeln Menschen sich weiter. Dass die Qualität dieser Beziehung zu den am besten belegten Wirkfaktoren von Psychotherapie gehört, quer über alle Methoden, ist Forschungsstand, keine Romantik.

Diese Freiheit heißt aber nicht, dass Sie mit allem allein bleiben. Die Arbeit ist klar verteilt:

Ihr Leben kennen Sie. Das Prozesswissen bringe ich mit.

Ich frage nach, helfe beim Konkretisieren, vertiefe, wo sich etwas zeigt, und gebe dem Gespräch Richtung, wenn es das braucht. Dabei kommt mir zugute, dass menschliches Leiden bei aller Individualität oft gemeinsame Züge trägt. Diese Muster zu kennen und in Ihrer eigenen Lebenswelt wiederzuerkennen, genau dafür ist mein Feingespür trainiert. Sechs Stücke dieses Handwerks kommen jetzt.

Womit ich arbeite

Häufige Fragen

Meine Wurzeln

Die Basis meiner Arbeit ist die Personzentrierte Psychotherapie nach Carl R. Rogers, eines der am besten erforschten Psychotherapieverfahren und in Österreich gesetzlich anerkannt. Von ihr kommt die Haltung, die Sie in allem hier wiederfinden: Empathie, Wertschätzung ohne Bedingungen und Echtheit.

Auf dieser Basis entwickle ich meine Kenntnisse laufend weiter: in Fortbildungen, in laufender Supervision, und indem ich Arbeitsweisen aus anderen wissenschaftlich erprobten Therapierichtungen aufnehme, wenn sie sich bewährt haben und zu mir passen. Auch das ist Echtheit. Mir ist wichtig, meine Fähigkeiten ständig zu erweitern, in Theorie und angewandter Praxis. Damit Ihnen jemand gegenübersitzt, der sein Handwerk ernst nimmt.

Und warum gerade diese Methode? Weil es Gefühle gibt, die nie Gehör bekommen haben. Weil sie unbequem waren, zu leise, oder scheinbar unbegründet. Verschwunden sind sie deshalb nicht. Mein Bedürfnis ist es, den ungesehenen Gefühlen in Ihnen Raum zu geben. Denn hinter jedem Gefühl steht eine Geschichte. Was ist Ihre?

Porträt von Christoph Pritz
Porträt von Christoph Pritz

Lernen wir uns kennen.

Ihre Geschichte hat hier Platz, ganz ohne Vorbereitung.

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